Das Tor zum Inselglück: Wohlfühlparadies Naxos

Das Tor zum Inselglück: Wohlfühlparadies Naxos

Im Zentrum der Kykladen befindet sich die hübsche Insel Naxos. Sie ist nicht nur die größte der 39 Inseln, sondern versprüht auf Anhieb ein einzigartiges, entspanntes Urlaubsfeeling! Doch nicht nur zum Relaxen an einem der wunderschönen Strände ist Naxos eine ausgezeichnete Wahl! Die verhältnismäßig grüne Insel ist vor allem Eins: Vielfältig! Romantische Städtchen, antike Überreste, Wanderwege, typisch griechisch-orthodoxe-Kirchen, stille Dörfchen und unterschiedliche Landschaften – Naxos bietet für jeden Urlaubstyp etwas!

Insgesamt haben wir fünf Nächte auf der Insel verbracht und dabei jede Menge erlebt. Wir haben gut gegessen, uns in der Sonne geaalt, im glasklaren Meer gebadet und mit dem Roller die Insel umrundet. Auf Anhieb hat mir Naxos unglaublich gut gefallen! Diese Begeisterung möchte ich mit Dir teilen und Dir zeigen, was Du auf dieser tollen Insel alles erleben kannst!

  • Key Facts:
  • Reisezeitraum: 04.09.2018 - 09.09.2018
  • Unterkunft: Hotel Francesca
  • Sehenswürdigkeiten & tolle Orte: Chalkio, Filoti, Apiranthos, Demeter-Heiligtum, Chora, Portara

#1 Entspannen an einem der Traumstrände

Glasklares türkisfarbenes Wasser, feinster Kiesel- oder Sandstrand, Sonne pur und immer ein kleines Lüftchen, welches selbst hohe Temperaturen unglaublich angenehm erscheinen lassen – An den Stränden von Naxos lässt es sich wahrlich aushalten und man kann die Seele so richtig baumeln lassen.

Da unser Hotel nur wenige Gehminuten am wirklich hübschen Strand Agios Prokopios lag, haben wir die meiste Zeit auch dort verbracht. Anfang September war es dort überraschenderweise angenehm leer und wir haben zu jeder Tageszeit ohne Probleme eine Liege ergattern können. Besonders begeistert waren wir vom Service eines Cafes direkt an der Promenade, die kühle Getränke und Cocktails direkt am Strand servierten.

Einen Tag lang haben wir uns direkt von Agios Prokopios aus einen Roller gemietet um noch weitere tolle Strände erkunden zu können. Nur wenige Minuten vom Strand Agios Prokopios liegt der Strand Agia Anna. Dieser ist etwas leerer gewesen und besonders gut haben uns die zerstreuten Felsen gefallen, die ein hübsches Bild ergeben. Auch der südlicher liegende Plaka Beach ist sehr hübsch anzusehen und unterscheidet sich von den Anderen vor allem durch sein leicht grünlich schimmerndes Wasser und seinen FKK-Bereich.

Mein Highlight war aber eindeutig der Strand Mikri Vigla (Bilder). Das glasklare Wasser, die weißen Felsen und der feine Untergrund vermitteln ein echtes Karibikfeeling! Begeistert sind wir auf den Felsen rumgeklettert und haben das herrliche Wetter unter den nahegelegenen Bäumen genossen. Trotz der Schönheit des Strandes waren wir die meiste Zeit fast allein, was wahrscheinlich durch die fehlenden Sonnenliegen zu erklären ist. 

  • Übersicht der schönsten Strände im Westen Naxos:
  • Agios Georgios: Der Stadtstrand
  • Agios Prokopios: Der Familienstrand
  • Agia Anna: Der Strand mit den fotogenen Felsen
  • Plaka Beach: Der Strand mit dem leicht grünlich schimmernden Wasser
  • Mirki Vigla Beach: Wunderschöner Strand mit Karbikfeeling
  • Alyko Beach: Der verlassene Strand

#2 Den Sonnenuntergang genießen

Jeder der nur einen Hauch für Romantik übrig hat, sollte unbedingt die wunderschönen Sonnenuntergänge auf Naxos genießen! Besonders gut kann man das unter anderem am Wahrzeichen Naxos, dem Eingangstor ‚Portara‘, des nie vollendeten Apollon-Tempel tun. Wenn die Sonne durch das Tor scheint, ist das zwar äußerst hübsch anzusehen, romantische Stimmung kommt bei den vielen Touristen, die natürlich alle ein Bild von der tollen Kulisse haben wollen, nicht auf.

Mein Geheimtipp deshalb: Schau dir den Sonnenuntergang von der Kathedrale Theologaki aus an! Dazu musst Du nur der Straße, die aus Chora rausführt folgen und schnell wirst du die beleuchtete Kapelle in der Ferne sehen. Folge einfach immer der Straße, die kleinen Serpentinenstraßen hinauf. Ein paar Treppen nach oben folgend erreichst Du dann die Kapelle und hast einen wahnsinnig tollen Blick! Wenn Du ein bisschen mutig bist und die Sicht noch optimieren möchtest, kannst Du wie wir (Bild) die Kapelle umrunden und seitlich auf Sie hinauf klettern. Unterschätze das ganze Vorhaben allerdings nicht und ziehe dir vorsichtshalber lieber festes Schuhwerk an. Oben angekommen hast Du nicht nur eine unbeschreibliche Sicht auf den Sonnenuntergang, sondern kannst von deinem Logenplatz ganz entspannt, alleine und in Ruhe das Naturspektakel bewundern! Wir hatten noch ein kleines Fläschchen Wein dabei um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen.

#3 Schlemmen was das Zeug hält

Gefüllter Oktopus, Tzatziki, griechischer Bauernsalat, Dolmades, Saganaki – schon alleine beim Gedanken an diese griechischen Köstlichkeiten läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Bekannt sind die Kykladen vor allem für ihren ausgezeichneten Fisch & Meeresfrüchte, denn im ägäischen Meer tummeln sich über 700 Fischarten. Besonders der Red Snapper, Oktopus und Scampi schmecken köstlich! Fleischliebhaber können sich außerdem bestimmt für die typischen Schmorgerichte begeistern. Ansonsten ist Naxos auch bekannt für seinen Wein, Käse oder aber Zitronenmarmelade.

Regionale Köstlichkeiten auszuprobieren gehört für mich absolut zu einer meiner Lieblingsaktivitäten beim Reisen! Die verschiedenen Gewürze, Zubereitungsarten und auch Geschmäcker begeistern mich immer wieder! Was der Bauer nicht kennt- isst er nicht (höflich formuliert) trifft auf mich in so ziemlich keinster Weise zu! Umso mehr haben wir das köstliche Essen auf Naxos sehr genossen und auch das meiste Reisebudget dafür ausgegeben 🙂 

Empfehlen kann ich absolut die Giannoulis Taverna im Örtchen Agios Prokopios. Durch Zufall sind wir bei einem Abendspaziergang auf die fröhliche Schlange vor dem Restaurant aufmerksam geworden. Ja richtig gehört – die Leute stehen tatsächlich an um dort speisen zu dürfen, allerdings ist das Essen wirklich köstlich und der Service unglaublich herzlich, sodass sich das Warten auf jeden Fall lohnt! Außerdem verteilen die netten Kellner an jeden Wartenden Ouzo und einmal am Tisch angekommen, wird man mit einem Gruß aus der Küche belohnt!

Auch begeistern konnte uns die Lucullus Taverna in der Chora, welche sich direkt im Old Market befindet. Gerüchten zufolge handelt es sich bei dem hübschen kleinen Restaurant um die älteste Taverne Naxos und an einem Tischchen in der engen Gasse unter Weinreben und Lichterketten spürt man diesen Charm auf Anhieb! Besonders lecker fanden wir den Saganaki, der mit einer ungewöhnlichen, süßen Honig-Preiselbeersoße verziert wurde und das geschmorte Kaninchen, das wirklich hauchzart serviert wurde.

#4 Durch die romantische Hauptstadt schlendern

Eine schöne Hafenpromenade, verwinkelte Gässchen, eng aneinandergereihte weiße Steinhäuschen, Blumenranken, uralte gemütliche Tavernen, schöne kleine Boutiquen und historische Stätten – In Naxos Stadt, liebevoll auch Chora genannt, verliebt man sich auf Anhieb! Schon von der Fähre begrüßt die Inselhauptstadt jeden Besucher mit seinem fotogenen Wahrzeichen, dem Marmortor, Portara. Dieses ist nicht nur der Überrest eines 530 vor Christus begonnenen aber nie vollendeten Tempels, sondern auch der Hotspot zur Beobachtung des Sonnenuntergangs. Von der kleinen Felsinsel über den kurzen Damm schlendernd, erreicht man direkt die hübsche, langgezogene Hafenpromenade, an der sich hübsche Restaurants, Cafes und Eisdielen zwischen Souvenirshops reihen. Besonders in den frühen Abendstunden, wenn sich der Himmel leicht rosa färbt und fröhliche Menschentrauben umherspazieren, versprüht Naxos einen unheimlich romantischen Charm!

Biegt man in eine der kleinen Gässchen ab, landet man direkt in der hübschen Altstadt. Umso weiter man dem Gassenlabyrinth Richtung der Burg folgt, desto ruhiger wird es und die Anzahl der Touristen nimmt zunehmend ab. Entspannt lassen sich nun die reizenden weißen Häuschen mit ihren kontrastreichen bunten Türen, Geländer und Blumen bewundern. Besonders dekorativ und hübsch ist der Old Market, eine kurze Gasse, in der sich eine hübsche Boutique an die nächste kleine Taverne drängt. 

Uns hat die Chroa unglaublich gut gefallen und wir sind häufig mit dem Roller oder dem öffentlichen Bus von Agios Prokopios hinübergefahren um die tolle Atmosphäre und das leckere Essen zu genießen und in der ein oder anderen hübschen Boutique zu stöbern. Genauso hatte ich mir meinen Griechenlandurlaub vorgestellt und ich wurde in keinster Weise enttäuscht!

#5 Die abgelegeneren & stillen Örtchen erkunden

Das wahre, etwas ursprünglichere Leben, unglaublich herzliche und gastfreundliche Menschen und ausgezeichnetes Essen, das sich schon etwas von den Tavernen von der Chora unterscheidet – das alles kann man in den umliegenden Bergdörfern, unweit von Naxos Stadt entfernt, ganz einfach erkunden.

Früh morgens schnappten wir uns in Agios Prokipios einen Roller und machten uns auf die ländlichere Gegend der wunderschönen Insel zu entdecken. Ich liebe das Rollerfahren in fremden Ländern, denn man ist nicht nur unglaublich flexibel, sondern kann die Landschaft wunderbar auf sich wirken lassen, ergänzt durch den Wind, der durch die Haare bläst und die Sonnenstrahlen auf der Haut, ist das für mich Urlaubsfeeling und Freiheitsgefühl pur!

Chalkio

Den ersten Stopp auf unserer kleinen Entdeckungsreise legten wir in Chaliko ein. Die ehemalige Hauptstadt von Naxos unterscheidet sich für den Laien nicht sehr von den anderen Bergdörfern, beim genaueren Hinsehen erkennt man allerdings, dass die Farbgebung nicht im typisch kykladischen weiß-blau gehalten ist sondern dem venezianischen Architekturstil entspricht, der in dieser Art beispielsweise auf Korfu zu finden ist. Wahrscheinlich der frühen Uhrzeit geschuldet, waren außer uns kaum Menschen unterwegs und die schmale Fußgängerzone und der kleine Marktplatz wirkten wie leergefegt. In einer kleinen Gasse entdeckten wir durch Zufall eine winzige Weberei und obwohl die niedliche alte Dame kein Wort englisch konnte und unsere wirren Verständigungsversuche nicht wirklich nachvollziehen konnte, zeigte sie uns begeistert ihr Handwerk. Für den Erwerb eines hübschen kleinen Tischdeckchen als Mitbringsel wurden wir mit einem herzlichen, warmen Freudestrahlen und, wir verstanden zwar kein Wort aber nahmen es an, den besten Wünschen verabschiedet. Mit einem guten Gefühl machten wir uns fröhlich und voller Tatendrang auf zu unserem nächsten Ziel.

Filoti

Das traditionell kykladische Dorf Filoti liegt am Rande der Tragea Ebene und am Fuße des Zas. Es gilt mit seinen 1.800 Einwohnern zwar als größtes Dorf von Naxos und sogar den Kykladen, versprüht aber dennoch einen total ruhigen und fast schon verschlafenen Charm. Schon von weiter Entfernung ist Filoti mit seinen weißen Häuschen und dem kontrastreichen grau der umliegenden Felsmassiven sehr fotogen. Angekommen schlenderten wir ein bisschen durch die hübschen Gässchen und ließen uns dann am großen Dorfplatz, welcher direkt an der kleinen Hauptstraße liegt, nieder. Dort reihen sich kleine, äußerst hübsche Restaurants und Cafes, umgeben von schattenspendenden großen Bäumen aneinander und man hat große Mühe sich für Eines zu entscheiden. Total entzückt von dem hübschen Dorf und den super freundlichen Leuten genossen wir einen kleinen Mittagssnack auf einem der dekorativen bunten Stühlen und ließen die Gelassenheit, welche Filoti auf eine tolle Weise verströmt, auf uns wirken.

Apiranthos

Gegen Nachmittag erreichten wir das hübsche traditionelle Bergdorf Apiranthos, welches an den Hängen des Fanari in einer Höhe von 800 Metern liegt. Alleine der Weg dorthin hat uns super gefallen und immer wieder hielten wir für ein paar Minuten an um die tolle Landschaft zu genießen und so manches Bauwerk oder religiöse Stätte zu besichtigen. Am Eingang von Apiranthos geparkt, das Dörfchen ist komplett Autofrei, spazierten wir die schmale, lange Hauptgasse entlang. Verglichen mit dem ruhigen Chalkio am Morgen, ging es vor allem am Marktplatz recht lebhaft zu und in den schmalen Gassen, die für Apiranthos typisch hauptsächlich mit Marmorsteinen gepflastert sind, wuselten eine Masse aus Einheimischen und Touristen lebhaft durcheinander. Entspannt ließen wir uns an einem der hübschen Cafes nieder, beobachteten das Treiben aufmerksam und ließen uns einen unglaublich leckeren, selbstgemachten Kuchen schmecken. Wenn das mal nicht ein toller Tag war!

#6 Ein bisschen Kultur & Geschichte erkunden

Natürlich darf auch beim Inselhopping ein bisschen Kultur & Geschichte nicht fehlen. Einfach kombinieren lässt sich dies mit der Erkundung der traditionellen Bergdörfchen, den das Demeter-Heiligtum liegt beinahe unmittelbar auf dem Weg von der Chora nach Chalkio. Der Marmortempel stammt ca. von 530 vor Christus und wurde anschaulich rekonstruiert, wobei über 50% von der ursprünglichen Bausubstanz stammen. Wer schon auf der Akropolis war, wird diese Stätte wahrscheinlich nicht flashen, trotzdem sind die Tempelausgrabungen sehr fotogen und eine kurze Besichtigung eine willkommene Abwechslung.

Müsste ich mich entscheiden, welche der Inseln mir bei unserer Reise auf den Kykladen am besten gefallen hat, könnte ich es schlichtweg nicht. Jede Insel hat ihren ganz eigenen Charm. Jedoch haben wir uns in Naxos unglaublich wohl gefühlt und waren neben dem glasklaren Meer und den Stränden mit Karibikfeeling, vor allem vom Reichtum unterschiedlicher Aktivitäten begeistert. Damit Du genauso begeistert von Naxos bist wie wir, habe ich Dir zusammenfassend ein paar Tipps & Tricks für Deinen Aufenthalt zusammengestellt.

  • Zusammenfassung: Tipps & Tricks für Naxos
  • Naxos hat viele tolle Strände, mir persönlich hat der Mirgi Vigla Beach aber am Besten gefallen!
  • Besonders entspannt und romantisch kannst Du den Sonnenuntergang von der Kathedrale Theologaki aus genießen!
  • Toll Essen kannst Du in den beiden Tavernen Lucullus und Giannoulis!
  • Schlendere durch die hübsche Chora und lass dich bezaubern!
  • Um noch mehr von der Insel zu entdecken, mache einen Ausflug in die hübschen Dörfchen Chalkio, Filoti und Apiranthos!
  • Für ein bisschen Kultur, besuche das Demeter-Heiligtum!

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